BEGIN:VCALENDAR METHOD:PUBLISH VERSION:2.0 X-WR-CALNAME:columbiahalle_2022-10-22_mine PRODID:-//hacksw/handcal//NONSGML v1.0//EN BEGIN:VEVENT UID:3421@Columbiahalle DTSTAMP:20210918T164037Z DTSTART:20221022T180000Z DTEND:20221022T220000Z SUMMARY:Mine\, Hinüber Tour 2022\, Support: special guest DESCRIPTION:Dunkle Streicher\, bedrohliche Trommeln. So geht es los. Und wird erstmal nicht leichter. Denn dann\nsingt MINE mit dieser tollen Stimme\, die alle Radiohits der Welt (und vor allem die deutschen) in\nmindestens genauso schön singen könnte: „ Ich bin 100 Jahre alt / Mein Kopf ist voll\, die Füße kalt /\nDie ganze Welt hat sich auf meine Brust gesetzt / Der Mensch ist so ein argloses Geschöpf .“Es gibt[nbsp]sicher flockigere Wege\, ein Album zu eröffnen. Aber warum sollte man das tun – nach so einem\nbeschissenen Jahr? Und warum nicht den Leuten erst einmal diesen wuchtigen Songbrocken namens\n„Hinüber“ an den Kopf werfen\, in dem[nbsp]übrigens die große Sophie Hunger als Gast einen furiosen\nAuftritt hat? Durchatmen kann man ja später. Das Titelstück und der Rausschmeißer „Unfall“ bilden\neine starke Klammer des im April erscheinenden Albums von MINE. Auch „Unfall“ ist direkt und\ngesellschaftskritisch\, ohne dabei belehrend zu sein. Vielmehr verbeißen sich MINEs Fragen im eigenen\nDenken: „Was ist Freiheit? Wer beengt mich? Was ist Arbeit? Wer beschenkt mich? Wer hat stets[nbsp]genug für sich? Wer starrt hungrig auf den Tisch?“ Im Gespräch sagt MINE: „ 2020 war natürlich wie[nbsp]gemacht dafür\, ein wenig mehr nachzudenken\, weil man viel Zeit mit sich selbst verbringen musste.\n‚Unfall‘ fasst sehr gut zusammen\, wie ich mich gefühlt habe.“\n[nbsp]\nMit „Unfall“ eröffnete sie auch die Kampagne dazu. Mal wieder mit einer außergewöhnlichen Idee\, wie man das von ihr so kennt. Auf der Website singMINEsong.de ließ sie ihren\n\nmusikalischen Fans und befreundeten Künstler*innen den Vortritt\, teilte Noten und Text und lud alle[nbsp]ein\, eigenen Versionen zu machen\, bevor sie ihre veröffentlicht. Die Musik dazu brodelt und dröhnt\, ist dann mal[nbsp]wieder ganz zärtlich\, bäumt sich auf\, fällt in sich zusammen\, wirft einen durch den Raum.\n[nbsp]\nAber keine Bange: „Hinüber“ ist nicht die große Pandemie-Platte. Ein neues Album stand bei MINE[nbsp]eh an\, obwohl „Klebstoff“ noch gar nicht so lange her ist. Sie hätte eh ein Jahr ohne eigene Tour gehabt.\nWas zum Teil daran lag\, dass die Zeit davor sehr gut für sie lief. Dank „Klebstoff“ war sie beim Preis für\nPopkultur gleich in drei Kategorien nominiert\, 2016 hatte sie diesen bereits als „Beste Künstlerin“\ngewonnen. Ihre Tour war komplett ausverkauft\, und – das unterschreiben wohl alle\, die dort waren –\neine durch und durch herzenswarme Angelegenheit. Diese komische Jahr hatte allerdings trotzdem\nEinfluss auf ihre Arbeit: „Ich musste feststellen\, dass ich mehr Luft hatte\, weil eben alle Live-Sachen\nweggefallen sind. Ich habe also vielleicht mehr Arbeitszeit in dieses Album stecken können\, als es\nnormalerweise möglich gewesen wäre. Die Liebe zum Musikmachen und auch die Euphorie waren\ndeshalb noch ein wenig krasser als sonst. Wobei das auch daran liegt\, dass ich zwar immer schon viel\nselbst produziert habe\, aber meine Skills von Album zu Album gewachsen sind. Es hat mir einen Kick\ngegeben zu merken\, dass ich inzwischen komplett autark arbeiten kann\, wenn ich will. Deswegen bin\nich an diesen Liedern gefühlt so nah dran wie nie zuvor.“ Wie sonst auch\, waren ihre Wegbegleiter\nMarcus Wüst und Dennis Kopacz\, die seit Album Nummer eins dabei\, weiterhin an der Produktion\nbeteiligt.\n[nbsp]\nAls Gegenpol zu den politischen Stücken gibt es auf „Hinüber“ wieder diese ergreifenden\, pointierte\nLieder über das Minenfeld der Emotionen und des Zusammenlebens. „Elefant“ ist da ein gutes Beispiel\n– und ein Highlight. Hier singt MINE mal Kopfstimme\, die Musik dazu ist fast funkig\, als habe da\njemand viel Prince gehört in letzter Zeit. Textlich geht es natürlich\, um den Elefant\, der gerne mal im\nRaum steht. Eine tolle\, allseits bekannte Metapher\, die endlich mal ihre eigene Hymne verdient hat.\nMINEs Augen strahlen\, wenn sie darüber spricht: „Den Track feiere ich voll. Den habe ich geschrieben\nund gleich gemerkt: Geil\, der puncht. Die Idee kam mir\, als ich mal nachmittags cheesy\nPrivatfernsehprogramm geschaut habe und da im Hintergrund so schlechte Fahrstuhlmusik lief. Diese\nleichte Tänzeln fand ich faszinierend und wollte damit was machen.“\nMan merkt schon jetzt\, dass es weiterhin schwierig bleibt\, bei MINE das „Klingt wie …“-Referenz-\nKarussell anzuwerfen. Ihre Musik hat in der deutschen Pop-Landschaft einen Sonderstatus. Man hört\n\nihren Songs an\, dass sie gerne mit dem angenehmen Teil des deutschen HipHops arbeitet\, Leuten wie\nden Orsons\, Edgar Wasser\, Dexter\, Crack Ignaz\, Großstadtgeflüster\, Samy Deluxe und natürlich\nFatoni. Gleichzeitig hat sie eine Affinität zu Popsongs\, die mit einfachen Worten mehr sagen wollen und\neine ganz eigene Sprache sprechen – etwas\, dass Tristan Brusch und Haller\, oder auch Sophie Hunger in\nihren deutschsprachigen Stücken immer wieder hinbekommen. All die hier genannten Namen haben\nübrigens tatsächlich schon mit Mine Songs aufgenommen – was vielleicht die These nahelegt\, dass die\nbeste MINE-Referenz die Quersumme all ihrer stets handverlesenen Gäste ist.\n\n LOCATION:Columbiahalle\, Columbiadamm 13-21\, 10965 Berlin GEO:52.4845171;13.3905217 URL;VALUE=URI:http://www.columbiahalle.berlin/de#event_3421 END:VEVENT END:VCALENDAR